Welche Ernährung ist für mich ?

Im 28-Tage flexi-vegan Online-Kurs wird alles genau hinterleuchtet, begründet und erklärt. Der Kurs ist in mehreren Modulen unterteilt, indem jedes Modul ein Ziel verfolgt. Es geht hierbei nicht nur um eine Umstellung der Ernährung, sondern auch um die Veränderung Deines “Lifestyles“. D.h. dass Wege aufgezeigt werden, um Dein Leben in neue Bahnen zu lenken. Dabei sollen möglichst viele positive Faktoren zur Erlangung und Erhaltung der Gesundheit anwendung finden. Neben der Ernährungsumstellung werden auch begleitende Maßnahmen mit integriert, um den Heilungsprozess zu unterstützen und beschleunigen. Alleine die Umstellung der Ernährung hat eine erhebliches Potenzial Deine Gesundheit zu verbessern. Wenn Du dann auch noch weitere Maßnahmen ergreifst, die Gesundheit positiv zu beeinflussen, dann kannst Du wahrhaftig einen neuen Lebensabschnitt beginnen mit mehr Gesundheit und Glück. Im Online Kurs lasse ich meine über Jahrzehnte gesammelte Erfahrung und Praxis mit einfließen. Du erhältst somit eine Abkürzung, um mein über viele Jahre hinweg gesammeltes und mühsam erprobtes Wissen zu erfahren. Um diesen Wissensstand zu erlangen, habe ich tausende Stunden im Studieren von Büchern, Magazinen, Internet als auch in die Erprobung unzähliger Therapien und Ernährungsumstellungen investiert. Ich bin mir sicher das auch Du sehr vom Kurs profitieren wirst. Am Ende der 60 Tage wirst Du einen riesigen Schritt vorwärts in die richtige Richtung gemacht haben. Ich wünsche mir damit möglichst vielen Betroffenen zu helfen.

Fazit: Bekanntlich führen viele Wege nach Rom - also gibt es hier verschieden Wege, die man einschlagen kann. Egal für welche Du dich entscheidest – bleibe dabei und breche nicht nach kurzer Zeit wieder ab, um wieder etwas neues zu probieren. Fokussiere Dich auf einen Weg und gehe diesen bis der Erfolg Deiner ist. Die unten genannten Ernährungsformen sind jeweils zig tausendfach erfolgreich angewendet worden und deren Erflog gibt ihnen Recht. Nehme Dir etwas Zeit und setze Dich mit den vorhandenen Informationen auseinander. Welche Ernährung ist richtig für Dich ? Höre auf Deine innere Stimme und gehe Deinen Weg. Lass Dich danach nicht mehr beirren und vom Weg abbringen. Wenn Du nach 6-8 Wochen keinerlei Besserung verspürst, kannst Du Dir immer noch Gedanken machen ob es der richtige Weg ist oder nicht. Aber solange solltest Du es schon ausprobieren und dabei bleiben. Ich bin mir jedoch sehr sicher, dass es bald aufwärts gehen wird. Es ist der richtige Weg und Du hier am richtigen Ort.

Zwischenbemerkung: Allgemein sollte es jedoch selbsterklärend sein, dass man Lebensmittel auf die man allergisch reagiert oder von denen man weiß dass man sie nicht verträgt, gänzlich zu vermeiden sind – auch wenn diese Bestandteil einer der erwähnten Diäten / Ernährungsformen sind. Ich weise zudem ausdrücklich darauf hin das ich hier meine Erfahrung als selbst betroffener Morbus Crohn erkrankter Mensch teile und weder ein Arzt oder Heilpraktiker bin. Es ist immer an zu raten eine Therapie durch einen qualifizierten Therapeuthen begleiten zu lassen. Keinesfalls würde ich dazu raten die Medikamente selbständig in der Dosierung zur verändern bzw. gänzlich ab zu setzen. Hier sollte Dein Arzt oder Heilpraktiker zusammen mit Dir den richtigen Weg finden.

Die Rohkost Diät bzw. die vegane Rohkost Diät

Die Rohkost Diät wird in USA von Dr. David Klein sehr erfolgreich bei chronischen Darmentzündungen angewendet. Lt. eigener Aussage hat er eine Erfolgsrate von 99% bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa Patienten und inzwischen über 3.500 Patienten erfolgreich mit der Ernährungsumstellung geholfen ihre Leiden zu überwinden. Das ist beträchtlich. Nirgends habe ich eine solch große Erfolgsrate finden können. Recherchen haben mir immer wieder bestätigt dass es viele Menschen gibt, die mit dieser Ernährungsform erfolgreich ihre Gesundheit wieder erlangen konnten. Da muss also etwas dran sein. Auch meine eigene Erfahrung hat mich positiv überrascht. Ich hätte nie erwartet Rohkost so gut zu vertragen und das es mir und meiner Verdauung damit besser ergehen würde. Ich probierte es einfach aus und war überrascht. Natürlich muss man es, gerade wenn man ein Darmleiden hat, langsam angehen. Anfangs sollte man auch viele Gemüse und Obstsorten Dampf-garen und schritt für schritt den Rohkostanteil steigern. Einige Gemüsesorten wie z.B. Paprika konnte ich nur im gekochtem Zustand vertragen und strich es einfach vom Speiseplan nachdem ich gänzlich auf Rohkost umgestellt hatte.

Hier die Website von Dr. Klein: http://colitisandcrohnscenter.com/counselors/dr-klein/

Für alle, die mehr über eine vegane Rohkost Diät, im Speziellen die 80/10/10 Rohkost Diät von Dr. Graham, erfahren möchte kann gerne in meinem Blog http://rohe-natur.de stöbern. Dort wird auch mehr in Richtung einer Pflanzenbasierten Diät und ein Verzicht auf Tierische Produkte argumentiert. Auch das Gegenlager hat immer wieder gute Argumente weshalb es sehr schwer ist sich zu entscheiden wer nun Recht behält. Meiner Meinung nach ist die Goldenen Mitte richtig: Im Sommer überwiegend rohe, vegane Pflanzenkost und im Winter darf es auch etwas mehr Fleisch, Fisch und Eier sein. Der Konsum tierischer Produkte sollte sich jedoch in Maßen halten und nicht übertrieben werden. Ausgewogenheit ist hier die Divise. Lerne die Stimme Deines Körpers zu hören und reguliere entsprechend. Ich habe mich für die nächste Ernährungsform entschieden - die Semi-Vegetarische Ernährung....

Die Semi-Vegetarische Ernährung

Weiter konnte ich eine Japanische Studie finden, bei der in Remission befindliche Morbus Crohn Patienten in 2 Gruppen geteilt wurden, die über 2 Jahre hinweg beobachtet wurden. Einer Gruppe sagte man sie solle eine überwiegend auf Pflanzen basierende Ernährung einhalten. Sie sollten einmal die Woche eine halbe Portion Fisch zu sich nehmen und jede zweite Woche eine halbe Portion Fleisch. Ansonsten sollten sie nur pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. Die zweite Gruppe durfte die gewohnte Ernährung bei behalten. Das Ergebnis war eindeutig, obwohl die Probanden der auf mit der überwiegend pflanzlichen Ernährung nicht auf die strikte Einhaltung der vorgeschlagenen Kost hin überwacht wurden. Nach 200 Tagen hatte die erstere Gruppe kein weiteres Aufkommen von Entzündungen im Darm wobei 20% der Gruppe, die ihre gewohnte Ernährung beibehielt, einen Schub erlitt. Nach einem Jahr war die Gruppe mit der überwiegend pflanzlichen Ernährung weiter vollständig in Remission im Gegensatz zu der zweiten Gruppe mit der “normalen“ Ernährung. Bei dieser Gruppe hatte die Hälfte wieder Beschwerden. Nach 2 Jahren war die Gruppe mit der Pflanzenbasierten Diät 92% noch in Remission während die große Mehrheit der anderen Gruppe wieder in die gewohnten Zyklen der Medikamenten Einnahme, Kranken-hausaufenthalte und/oder Operationen zurück verfiel.

Hier die Website mit den Informationsquellen:

http://nutritionfacts.org/2012/09/13/dietary-treatment-for-crohns-disease/

Fazit: Eine auf vegane Rohkost oder rein pflanzen basierte Diät hat ebenso sehr gute Erfolgsaussichten seine Gesundheit positiv zu beeinflussen, wie auch eine auf überwiegend pflanzen basierte Diät mit sehr geringen Tierischen Bestandteilen. Auch ich selbst probierte schon beide dieser Ernährungsformen aus und fühlte mich sehr wohl damit. Eine Vegane Rohkost oder vegane Ernährung ist nicht jedermanns Sache. Hier bietet eine Semi-Vegetarische Ernährung mit geringem Fisch und Fleisch Anteil eine willkomene Alternative. Auch ich tat mich anfangs sehr schwer, da für mich früher jeden Tag Fleisch auf den Tisch musste. Ich konnte mir keinen Tag ohne Fleisch auf den Teller vorstellen. Aber mit Motivation und Wille ging es doch und belohnte mich mit Gesundheit und Vitalität. Irgendwann bin ich jedoch von der Rohkost über die Vegane Ernährung zu der Semi-Vegetarischen Ernährung gelangt und bin hiermit äußerst zufriieden. Es ist ein kleiner Kompromiss jedoch ohne Kompromisse was die Gesundheit anbelangt. Das Autoimmun Protokoll ist hier ein guter Anfangspunkt, um dann nach und nach seine eigene Semi-Vegetarische Ernährung zu finden. Ich wünschte ich wäre schon viel früher zu dieser Erkenntnis gelangt. 

Die SCD Diät (Specific Carbohydrate Diet)

SCD kommt aus den USA und steht für Specific Carbohydrate Diet in Deutsch Spezifische Kohlenhydrat Diät. Bestimmte Kohlenhydrate begünstigen den Ausbruch und den negativen Verlauf der beiden Darmerkrankungen.

Für Personen, die an Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn erkrankt sind, spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle. Diese kann die Selbstheilungskräfte der Körpers unterstützen und sich positiv auf das Allgemeinbefinden auswirken. Typische Symptome wie Gewichtsverlust, Übelkeit, Baucheschmerzen, Durchfall, Stuhlunregelmäßigkeiten sowie Verdauungsbeschwerden werden direkt mit der Aufnahme von Lebensmitteln in Verbindung gebracht, zumal sie sehr oft mit dem Essen auftreten. Demnach ist es nicht weiter verwunderlich, dass bei den meisten Betroffenen große Unsicherheit darüber herrscht, was gegessen und getrunken werden kann, um einerseits die Mangelernährung und andererseits die Beschwerden zu vermeiden. In der Vergangenheit stellten sich Experten immer wieder die Frage, ob einzelne Nahrungs- und Ernährungsfaktoren für die Entstehung von Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn verantwortlich sind. Auch wenn dieser Zusammenhang wissenschaftlich noch nicht belegt werden konnte, liegt diese Vermutung sehr nahe. Gestützt wird diese durch die Zunahme des Auftretens von Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn seit den 50er Jahren in den westlichen Industrienationen. Eine der wesentlichen Ursachen für diese Entwicklung sehen Experten in dem angestiegenen Konsum von raffinierten Kohlenhydraten. Eine große Anzahl epidemiologischer Studien ging der Frage nach, ob raffinierte Kohlenhydrate als ein auslösender Faktor von Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa anzusehen sind. Im Rahmen von Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Patienten mit Morbus Crohn und auch an Colitis Ulcerosa erkrankte extrem große Mengen an raffinierten Kohlenhydraten (Cornflakes, Weißmehlprodukte etc.) sowie Zucker (Süßigkeiten, Getränke) verzehrten. Einige Wissenschaftler sahen den vermehrten Konsum von raffinierten Kohlenhydraten und Zucker eher als Folge von Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa an, zumal die entsprechenden Lebensmittel im Vergleich zu Vollkornprodukten leichter verdaulich sind. Dass jedoch genau hierin der Kern allen Übels steckt, beweist die sogenannte SCD Diät. Sie steht für eine Spezifische Kohlenhydrat Diät und wird schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich bei Patienten mit Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn eingesetzt.

 

Entdeckung der SCD Diät

 

Gegründet wurde die Spezifische Kohlenhydrat Diät vor knapp 50 Jahren von Dr. Sydney Haas und Elaine Gottschall. Damals war Elaine Gottschalls Tochter an Colitis Ulcerosa erkrankt, ein Krankheitsbild, das sich gegen herkömmliche Medizin als resistent erwies. Von da an versuchte sie es mit alternativen Behandlungsmethoden und entwickelte zuletzt selbst eine Kohlenhydrat- und Zuckerrestriktive Diät für ihre Tochter. Nachdem sich deren Gesundheit bereits in den ersten Monaten signifikant verbessert hatte, verspürte die Tochter nach zwei Jahren keinerlei Beschwerden mehr im Zusammenhang mit der Colitis Ulcerosa. Dies lag daran, dass die kleine Judy die Colitis Ulcerosa hinter sich lassen konnte. Die Theorie hinter dem Erfolg der SCD Diät führt chronische Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn auf ein Ungleichgewicht der Darmbakterien zurück. Die Spezifische Kohlenhydrat Diät hat das Ziel, die Darmbakterien zu kontrollieren und diese in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Am Ende der SCD Diät ist der Verdauungstrakt wieder genesen und die Betroffenen können wieder langsam damit beginnen, verschiedene Arten von Lebensmitteln zu konsumieren.

 

Welche Ernährung die Spezifische Kohlenhydrat Diät vorsieht

 

Wer die Spezifische Kohlenhydrat Diät zur Bekämpfung von Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn anwenden möchte, muss stets ein Grundprinzip beibehalten: Es dürfen ausschließlich nur solche Kohlenhydrate eingenommen werden, die in Nüssen, bestimmten Gemüsesorten, selbst gemachten Joghurt, Honig und Obst vorkommen. Erlaubt sind auch bestimmte Käsesorten, Säfte mit 100% Fruchtsaftgehalt, Tee und reine Gewürze. Weil rohes Gemüse und Obst eine abführende Wirkung haben, sollten Menschen mit Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn diese mit Vorsicht genießen. Solange der Durchfall noch akut ist, sollten ferner rohe Früchte wie Zwiebeln, Gurke, Stangensellerie, Möhren und rohe Salatblätter gemieden werden. Wenn Obst und Gemüse gedünstet und die Schale beim Obst entfernt wird kann man Obst und Gemüse ebenfalls recht gut vertragen. Ist der Durchfall erst einmal vorüber, kann im Rahmen der SCD Diät beliebig viel Honig, rohes Gemüse und Obst verzehrt werden. Das Obst sollte reif sein und wenn besser vertragen geschält werden. Industriell gefertigte Nahrung, Getreide, Laktose, Stärke sowie Zucker sind tabu. Mit folgenden drei Nahrungsmittelbestandteilen ist die Spezifische Kohlenhydrat Diät nicht in Einklang zu bringen, weshalb diese komplett aus dem Ernährungsplan gestrichen werden müssen:

 

- Laktose

Hierunter fallen nahezu alle Milchprodukte mit Ausnahme von lang gereiftem Käse und Butter. Erlaubt ist auch der eigenproduzierte Joghurt, welcher jedoch ausschließlich aus drei bestimmten Bakterienkulturen angesetzt werden darf, da die gefährliche Laktose andernfalls nicht vollständig entfernt wird. Dabei muss nicht zwingend fettarme Milch verwendet werden.

 

- Mehrkettige Kohlenhydrate

Mit anderen Worten: Stärke. Hierzu zählt all das, was auf der Basis von Getreide hergestellt wird, wie etwa Pasta, Kuchen und Brot, aber auch Bier, Tofu, Hefe, Soja, Mais, Kartoffeln und Reis. Dabei ist es auch egal, ob es sich um Buchweizen, Hirse, Roggen, Weizen, Hafer oder Triticale in Form von Mehl, Müsli, Keksen, Kräckern, Zwieback oder Toast handelt.

 

- Mehrkettige Zucker

Neben dem herkömmlichen Zucker fallen darunter alle Produkte, welche Zucker enthalten.

Beispielsweise dürfen im Rahmen der SCD Diät etwa nur reife, braun gesprenkelte, gelbe Bananen verzehrt werden, welche leicht zerdrückt werden können. Denn eine unreife Banane verfügt über Stärke, die erst im Laufe des Reifeprozesses in Monosaccharide umgewandelt wird und problemlos auch bei Malabsorptions-problemen aufgenommen werden kann. Diejenigen, die unter Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn leiden und es gerne etwas süßer mögen, dürfen laut SCD neben Honig auch Saccharin verwenden. Zuckerfreie Produkte enthalten nicht selten den Süßstoff Xylitol oder Sorbitol. Bonbons oder Kaugummis mit diesen Süßstoffen dürfen gelegentlich und somit nicht allzu häufig genossen werden. Die Fette in selbstgemachten Joghurts, Käse, Butter und Fleisch werden gut vertragen. Wird die korrekte Nahrungsmittelauswahl getroffen, ist die Spezifische Kohlenhydrat Diät sehr ausgewogen und mit einem hohen Nährwert verbunden. Die SCD Diät lässt auch eine vegane Ernährung zu, wobei zu kurz kommende Nährstoffe berücksichtigt werden sollten. In diesem Zusammenhang sind etwa Lebensmittel zu konsumieren, die Vitamin B12 und Eisen enthalten und somit Fleisch ersetzen können. Gerade der Vitamin B12-Pegel sollte während der SCD Diät nicht zu niedrig ausfallen, was jedoch bei Malabsorption nicht selten der Fall ist. Gegebenenfalls sollten sich Betroffene von ihrem Arzt Vitaminspritzen verabreichen lassen, zumal es Hinweise gibt, dass ein niedriger Vitamin B12-Haushalt den allgemeinen Gesundheitszustand negativ beeinflussen kann. Zu viel Folsäure ist laut Spezifische Kohlenhydrat Diät zu vermeiden; empfohlen werden täglich 0,1 bis 0,8 mg. Neben den typischen Getreidesorten haben sich neue Ersatzstoffe am Markt etabliert, die unter den Bezeichnungen Baumwollsaat, Quinoa oder Amaranth vertrieben werden. Die Spezifische Kohlenhydrat Diät gestattet diese Ersatzstoffe nicht, da sie Kohlenhydrate unbekannten Aufbaus enthalten. Strengstens verboten ist ferner jede Art von Getreidekleie, zumal die schwer verwertbaren Ballaststoffe einen Überschuss an Kohlenhydraten verursachen, welcher von den Darmbakterien fermentiert wird. Hinsichtlich der Menge an Nahrungsmitteln sieht die SCD Diät keine quantitativen Einschränkungen vor, so dass sich die Aufnahme der Lebensmittel an den Appetit unter Beachtung einer ausgewogenen Ernährung orientieren sollte.

 

Mit der Spezifischen Kohlenhydrat Diät sowie Wille und Disziplin zum Erfolg

 

Menschen mit Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn sollten die Spezifischen Kohlenhydrat Diät grundsätzlich mit ihrem Arzt besprechen, um einen Fahrplan für die weitere Einnahme der Medikamente festzulegen. Sobald sich die Verbesserungen eingestellt haben, wird dieser die Medikamente zweifelsohne schrittweise herabsetzen. Bei der Absetzung bestimmter Medikamente gibt es spezielle Vorgehensweisen, die mit dem Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden sollten. Sofern bestimmte Nahrungsmittel eine schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion auslösen, sind diese dauerhaft vom Speiseplan zu entfernen. Der Erfolg der SCD Diät bei Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn ist von der gewissenhaften und strikten Einhaltung des Ernährungsplans abhängig. Dies erfordert bei dem Betroffenen Verstand und große Wachsamkeit, zumal das Lesen von Etiketten angesichts der teilweisen unterschiedlichen Bezeichnungen bestimmter Zutaten nicht immer ausreicht. Wird die Spezifische Kohlenhydrat Diät jedoch rigoros angewandt, sollte sich bereits nach einem Monat eine Besserung zeigen. Diese Fortschritte liefern für die meisten Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa die erforderliche Ermutigung, um längerfristig an der SCD Diät festzuhalten. Von Rückschlägen, die gelegentlich im zweiten oder dritten Monat auftreten können, sollten sich Betroffene nicht entmutigen lassen. In zahlreichen Fällen dauert die Genesung bei Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn mit Hilfe der SCD Diät mindestens zwei Jahre. Die Spezielle Kohlenhydrat Diät sollte allerdings nach Abklingen der letzten Beschwerden noch mindestens ein Jahr lang eingehalten werden.

 

Möglichst alle erlaubten in reiner unverarbeiteter Form selbst zubereiten und von verarbeiteten Lebensmitteln Abstand nehmen. In der heutigen Zeit werden leider unzählige Zusatzstoffe zugesetzt, die der Gesundheit nicht förderlich sind und nicht in die SCD Diät passen. Egal welche Diät eingehalten wird, empfehle ich immer möglichst mindestens Bio-Produkte zu verwenden, da diese hochwertiger sind.

 

Im nachfolgenden eine Tabelle, die aufzeigt welche Lebensmittel bei der SCD Diät erlaubt bzw. nicht erlaubt  sind. Ich hoffe diese Übersicht hilft Dir einen Überblick zu bekommen, welche Lebensmittel erlaubt sind und welche gemieden werden müssen.

 

Lebensmittel:

 

SCD Diät

 

Milch

 

nicht erlaubt

 

Milchprodukte wie gekaufter Jogurt, gekaufter Quark, Sahne, Saure Sahne, Creme Fraiche, Frischkäse, Feta, Hüttenkäse, Gjetst, Mozzarella, Greyerzer, Gjetost, Mager Mysost, Neufchatel, Prim, Ricotta, Räucherkäse, Schmelzkäse, Kochkäse sowie andere Käseerzeug- nisse. Käse mit unerlaubten Zusätzen sollen strickt vermieden werden.

 

nicht erlaubt

 

Milchprodukte wie Butter, selbstgemachter (laktosefreier) SCD Jogurt, selbstgemachter (laktosefreier) Quark, Cheddar, Havarti; emmentaler, Appenzeller. Gelegentlich erlaubt sind: Allgäuer Bergkäse, Asiago, Gorgonzola, Raclette, Tillsiter, Blauschimelkäse, Camembert, Brie, Edamer, Gouda, Butterkäse, Esrom, Bonbel, Limburger, Monterey Jack, Münster, Parmesan (nur ohne Zusatzstoffe), Port du Salut, Provolone, Stilton, Roquefort.

 

erlaubt

bzw.

gelegentlich erlaubt

 

Ghee

 

erlaubt

 

Zucker in jedlicher Form (Industriezucker, Brauner Zucker, Rohrzucker), Süßstoffe, Zuckerstoffe, Kandis Zucker, Zuckerrübensirup, Maissirup, Ahornsirup, Dextrose, Fruktose, Matose, Saccharose, Stevia .

 

nicht erlaubt

 

Honig

 

erlaubt

 

Getreide wie Weizen, Gerste, Mais, Roggen, Hafer, Resi, Buchweizen, Hirse, Triticalee, Bulgur, Dinkel, Quinoa, Amaranth, Baumwollsaat (Getreideersatz) und alle daraus hergestellten Produkte wie Mehl, Brot, Müsli, Cornflakes, Nudeln, Haferflocken, Couscous, Gries etc.

 

nicht erlaubt

 

Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Kidneybohnen, Sojabohnen, Mungo Bohnen, Dicke Bohnen, Bohnenmehl. Auch würde ich getrocknete Linsen, Erbsen und Weiße Bohnen komplett weg lassen.

 

nicht erlaubt

 

Eier (alle frischen Eier)

 

erlaubt

 

Samen wie Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn, Sesam letztere vier können nach 3 Monaten SCD Diät in kleinen Mengen angetestet werden und wenn verträglich nur gelegentlich in kleinen Mengen erlaubt.

 

nicht erlaubt

 

Nüsse - alle ungerösteten und ungesalzenen Nüsse erst nach 6 Monaten Erdnüsse in der Schale geröstet sowie Erdnussbutter ohne unerlaubten Zusätze.

 

erlaubet

 

Nüsse - alle salzigen Nussmischungen, Kastanienmehl.

 

nicht erlaubt

 

Fleisch - jedes frische oder tiefgefrorene Fleisch ohne unerlaubte Zusätze wie Stärke, Molke Pulver, Saccharose, Dextrose, Zuckerstoffe usw. Auch eingelegtes Grillfleisch meiden; lieber Fleisch pur. Geräuchertes Fleisch nur, wenn ohne Zucker geräuchert. Bratenaufschnitt ohne unter der SCD Diät unerlaubte Zusätze. Persönlich würde ich Schweinefleisch meiden.

 

erlaubt

 

Fleisch - alle verarbeiteten Fleischerzeugnisse wie Wurst Aufschnitt, Leberwurst, Gelbwurst, Würstchen, Salami, Geflügelwurst, Schinken, Dosenfleisch, geräucherte Fleischwaren, da sie meist unerlaubte Zusätzeenthalten wie Stärke, Molkepulver, Laktose, Zuckerstoffe etc. Persönlich würde ich Schweinefleisch generell meiden.

 

nicht erlaubt

 

Fischm- alle Fischsorten und Meeresfrüchte ohne unerlaubte Zusätze, Dosenfisch in Öl oder Wasser ohne unerlaubte Zusätze, Räucherfisch nur wenn ohne Zucker geräuchert.

 

erlaubt

 

Fisch - panierter Fisch, Dosenfisch in Soße, geräucherter Fisch.

 

nicht erlaubt

 

Gemüse wie Artischocken, Aubergine, Blumenkohl, Brechbohnen, Brokkoli, Brunnenkresse, Erbsen, frische Käuter, Gurken, grüne Bohnen, Grünkohl, Knoblauch, Kohl, Kürbis, Möhren, Paprika, Pilze, Rosenkohl, rote Beete, Sellerie, Spargel, Spinat, Salat (alle Sorten), Tomaten, Zucchini, Zwiebeln. Alles entweder frisch oder tiefgefrohren ohne Zusatz von Stärke oder Zuckerstoffen.

 

erlaubt

 

Gemüse wie Algen, Bataten, Bohnensprossen, Jamwurzel, Kartoffeln, Kohlrabi, Okra, Pastinaken, Seetang, Süßkartoffeln, Steckrüben, Topinambur, Dosengemüse.

 

nicht erlaubt

 

Früchte wie Apfelsinen, Äpfel, Aprikosen, Ananas, Avacados, reife Bananen, jede Art von Beeren (außer Gummibären), Birnen, Datteln (ohne Zucker oder Sirupzusatz), Grapefruit, Kirschen, Kiwis, frische Kokosnuss, ungesüßte Kokosraspeln, Kumquat, Limonen, Mandarinen, Mangos, Melonen, Nektarinen, orangen, Papayas, Pfirsiche, Pflaumen, Rhababer, Rosinen (möglichst dunkel), Trauben, Zwetschgen, Zitronen. Alles frisch, roh oder gekocht, tiefgefroren oder getrocknet, jeweils ohn Zuckerzusatz. Kein Dosenobst.

 

erlaubt

 

Fette und Öle wie Butter, reines Kokosfett, Olivenöl, Sonnenblumenöl sowie alle anderen Öle. Leinsamenöl frisch undd kühl gelagert.

 

erlaubt

 

Fette und Öle wie Margarine sowie Fette und Öle mit unerlaubten Zusätzen.

 

nicht erlaubt

 

Essig - alle Essigsorten ohne Zucker außer Balsamessig.

 

erlaubt

 

Essig - Balsamessig, Essigsorten mit Zusatz von Zucker oder anderen unerlaubten Zusätzen.

 

nicht erlaubt

 

Gewürze - Salz, Pfeffer, alle Gewürze ohne unerlaubte Zusätze. Frischen Ingwer.

 

erlaubt

 

Gewürze - Gewürzmischungemit unerlaubten Zusätzen wie Laktose, Dextrose, Stärke, Zucker etc., Bockshornklee, Knoblauchpulver, Curry, Zwiebelpulver

 

nicht erlaubt

 

Getränke - reines Wasser ohne Kohlensäure, schwacher Kaffe ohne Milch oder Sahne, schwacher Schwarztee, Pfefferminztee, bis zu 2 Tassen grüner Tee pro Tag, frisch gepreste Obst- und Gemüsesäfte. Kokosnuss- und Mandelmilch können nach 6 Monaten SCD Diät probiert werden.

 

erlaubt

 

Getränke - Milch, Sojamilch, Roibuschtee, Lapachotee, Kräutertee, Instanttee, Instantkaffe, Kaffeersatz, Bier, Alkoholische Gertänke.

 

nicht erlaubt

 

Sonstiges - Backpulver, Hefe, Pektin, Stärke jeder Art (Mais-, Kartoffel-, Sago-, Tapioka- usw.), Johannisbrotkernmehl, Agar Agar, Carrageen, Fruktose- und Glukosesirup, Carob, Produkte mit FOS (Fruktooligosaccharide), gemahlener Chicoree/Zichorienwurzel als Kaffeezusatz, alle Fertiggerichte und -soßen, Tomatenmark, Schokolade, Kakao, Brühwürfel, Fertigsuppen, Fertigeis, Sojasauce, alle sonstigen Lebensmittel mit unerlaubten Zusätzen. Vorsicht vor sämtlichen E-Nummern !!!!

 

nicht erlaubt

 

 

Fazit: Die SCD Diät wird schon seit vielen Jahren erfolgreich bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa angewendet. Diese Diät kann für Betroffene ein effektiver Weg sein die Darmerkrankung positiv zu beeinflussen und am Ende zu genesen.

Nähere Informationen kannst Du auch unter www.scdiet.de finden.

 

Auch das Buch Diät bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Chancen durch reizarme Ernährung. So hilft die "Spezielle Kohlenhydrat Diät" von Elaine Gotschall kann ich nur empfehlen, wenn du dich entschieden hast diese Diät aus zu probieren. Es ist gut sich intensiv damit auseinander zu setzen und gut informiert zu sein, um seinen Erfolg zu steigern.

Die Paleo Diät (auch Steinzeit Diät genannt)

Bei der Paleo Diät, auch bekannt als Steinzeit Diät, handelt es sich um eine Ernährungsform, die sich an der Nahrung des Menschen der Altsteinzeit orientiert. Im Gegensatz zu einer kohlenhydratreduzierten Diät sind bei der Steinzeit Diät eine unbegrenzte Menge an hoch glykämische Anteile erlaubt, wie beispielsweise getrocknete Feigen oder Datteln. Trotzdem entspricht die Paleo Diät einer Ernährungsform nach dem Low-Carb-Prinzip. Bei der Zusammensetzung der Nahrungsmittel bei der Paleo Diät handelt es sich vorwiegend um Fleisch vom Wild, Meeresfrüchte und Fisch, Schalentiere, Obst, Gemüse, Eier sowie Essbares, das vermutlich in der Altsteinzeit gesammelt wurde, wie Pilze, Kräuter, Nüsse und Esskastanien sowie Honig. Vermieden werden dabei Nahrungsmittel wie Getreide und Getreideprodukte, Milch und Produkte aus Milch sowie industriell Verarbeitetes sowie alkoholische Getränke, Zucker und Fertiggerichte. Auch Lebensmittel, die ohne Verarbeitung ungenießbar wären, wie beispielsweise Oliven, werden nicht gegessen. Getrunken wird dabei nur Kräutertee und Wasser.

 

Die Ursprünge der Paleo Diät

 

Vertreter der Steinzeit Diät orientieren sich an eine weit zurückliegende Zeit, zu der die Menschen sich ausschließlich vom Jagen und Sammeln ernährt haben und auf keine industriell hergestellten Nahrungsmittel Zugriff hatten. Dabei wird bei der Steinzeit Diät auf ein jahrtausendaltes Konzept zurückgegriffen, um das ideale Körpergewicht zu erreichen und gleichzeitig die Gesundheit zu fördern und höchste Leistungsfähigkeit durch die richtige Energiezufuhr zu erlangen. Wichtig bei der Durchführung der Paleo Diät ist die Qualität der Lebensmittel und nicht die Quantität. Es geht um eine natürliche Ernährung des Menschen. Die Steinzeit Diät hat natürlich nichts damit zu tun, diese Zeit in ihrer Lebensweise zu imitieren, sondern um von den damaligen natürlichen Erkenntnisse auf heutige Lebensgewohnheiten in Bezug auf die Ernährung zu profitieren. Menschen, die eine Paleo Diät praktizieren, essen genau das, worauf der Mensch durch die Evolution über tausende von Jahren vorbereitet wurde. Dies führt dazu, überdurchschnittlich gesund, schlank und besonders leistungsfähig den Alltag zu beschreiten.

 

Die Grundsätze der Steinzeit Diät

 

Die Paleo Diät bietet eine Ernährungsform, um sich gesund zu ernähren und gleichzeitig sein Wunschgewicht zu erreichen. Der Ernährungsplan der Steinzeit Diät setzt sich hauptsächlich aus Gemüse, Fleisch, Fisch, Salate, Eier, Nüsse, Fett und Obst zusammen. Dabei handelt es sich um wertvolle Lebensmittel, die in den verschiedensten Variationen erhältlich sind und zubereitet werden können. Hierbei wird den geschmacklichen Vorlieben keine Grenzen gesetzt. Die Paleo Diät setzt sich aus sieben Schritten zusammen, die man Stück für Stück umsetzen kann oder auch von einem Tag auf den anderen. Auch wenn nicht alle Grundsätze zu jeder Zeit streng befolgt werden, wird man mit der Steinzeit Diät Erfolg haben.

 

In sieben Schritte zur Paleo Diät

 

Worauf man zuallererst verzichten sollte ist Zucker. Zucker ist kein Nahrungsmittel, das der Körper zwingend zum Leben braucht. Er ist ein Kohlenhydrat, das den Blutzuckerspiegel rasch und stark ansteigen lässt. Dadurch wird der Insulinspiegel heftig erhöht. Bei diesem Speicherhormon wird Blutzucker gespeichert, sodass keine andere bereits gespeicherte Energie mehr freigesetzt werden kann. Viele Krankheiten werden durch einen dauerhaft erhöhtem Insulinspielgel ausgelöst, wie beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck, Hyperinsulinismus, Herzkrankheiten aber auch Alzheimer und Demenz. Möchte man gespeicherte Energie, also Körperfett, abbauen, sollte Zucker mit energiespeichernden Eigenschaften gemieden werden. Der zweite Schritt zur Paleo Diät ist der Verzicht auf jede Art von Getreide wie Reis, Mais und ganz besonders weißes Mehl. Denn Getreideprodukte enthalten vorwiegend Kohlenhydrate aber wenige Nährstoffe. Kohlenhydrate werden in Zucker umgewandelt und haben dadurch den gleichen Effekt auf den Körper. Außerdem enthält Getreide Gluten, Lektine und Phytinsäure. Diese Stoffe binden sich besonders an die Darmwände und beschädigen diese auf Dauer. Andere Nährstoffe können dadurch nicht mehr über die Darmwände absorbiert werden. Der dritte Umstellungsschritt zur Steinzeit Diät ist der Verzicht auf pflanzliche Fette, wie Sonnenblumen-, Distel- oder Rapsöl sowie Margarine. Denn diese pflanzlichen Fette enthalten für gewöhnlich eine große Menge an ungesättigten Fettsäuren, gehärtetes Fett sowie Omega-6-Fettsäuren. Diese Fettsäuren haben die Eigenschaft, rasch zu oxidieren. Dazu sind Omega-6 Fettsäuren und Transfettsäuren oft für die Entstehung von Entzündungskrankheiten verantwortlich. Dadurch wird das Risiko für Herzkrankheiten erhöht sowie Körperfett leichter gespeichert. Stattdessen wird für die Paleo Diät auf tierische Fette zurückgegriffen, wie Schmalz und Butter, die den Körper mit vielen wichtigen Fettsäuren versorgen. Alleine diese drei Ernährungsumstellungsschritte schaffen aus ernährungsphysiologischer Sicht eine Verbesserung der Gesundheit, ohne dabei zu hungern. Die folgenden vier Schritte zur Paleo Diät helfen, das Immunsystem zu stärken und noch leichter das Gewicht zu halten.

 

Das Immunsystem mit der Steinzeit Diät stärken

 

Ein wesentliches Grundprinzip der Paleo Diät ist der Verzicht auf Fertiggerichte, Tütensuppen und Fast Food. Denn in diesen Gerichten ist nicht nur eine Unmenge an Zucker enthalten, sondern auch viele künstliche Zusatzstoffe sowie gehärtetes Fett und Fettsäuren aus pflanzlichen Fetten. Schritt fünf beinhaltet das Augenmerk auf den Obstverzehr. Denn Obst enthält viele wichtige Vitamine und Nährstoffe und schmeckt dazu sehr lecker. Doch auch beim Obst gibt es Unterschiede. Ein halber Apfel beispielsweise entspricht in Zucker ungefähr einen gehäuften Teelöffel. Wirft man einen Blick in die Steinzeit zurück, dann hatten die Menschen damals eher weniger Obst zur Verfügung als es heute der Fall ist. In vielen Obstsorten steckt sehr viel Zucker. Man sollte deshalb eher auf Beeren, wie Erdbeeren oder Heidelbeeren zurückgreifen, denn sie enthalten wenig Zucker. Der vorletzte Schritt zur Umsetzung der Steinzeit Diät ist der Verzicht auf Milchprodukte. Das bedeutet keine Milch, kein Käse, kein Joghurt. Denn diese sind oft Ursache für Autoimmunerkrankungen. Milch enthält einige Stoffe, die auf die Verdauung des menschlichen Organismus nicht optimal ausgelegt ist. Nicht umsonst leiden viele Menschen an einer Laktose Unverträglichkeit. Je nachdem, wie Tiere behandelt und ernährt werden, ist die Milch auch mit tierischen Hormonen besetzt, die den Anbau von Körperfett fördern. Bei manchen Menschen wirkt sich der Verzicht auf Milch aber auch mit dem Auftauchen von Problemen auf, wie Übergewicht, Magen-Darm-Erkrankungen und Akne. Bei anderen Menschen kann Milchverzicht dafür Autoimmunerkrankungen und Allergien beseitigen. Der letzte Schritt und Grundsatz der Paleo Diät ist die Notwendigkeit, auf das Fettsäuren Verhältnis zu achten. Denn ein Übermaß an Omega-6-Fettsäuren und ein gleichzeitiger Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann zu Übergewicht führen. Omega-3-Fettsäuren sind beispielsweise in Fisch zu finden. Die Reduktion von Omega-6-Fettsäuren wird durch den Verzicht von pflanzlichen Fetten gewährleistet. Eine Ausnahme, die den Grundzügen der Paleo Diät zwar widerspricht, ist die Verwendung von dem pflanzlichen Fett Kokosfett, denn hier stecken viele gesättigte Fettsäuren darin, die sehr gesund sind. Wird Fleisch ausschließlich von Weidetieren bezogen, kann ebenfalls die Omega-3-Fettzufuhr erhöht werden, denn auf der Weide haben die Tiere die Möglichkeit, diese Stoffe zu produzieren.

 

Vor- oder Nachteile der Paleo- bzw. Steinzeit-Diät ?

 

Tatsächlich wissen wir heute nicht genau, was die Menschen in der Altsteinzeit wirklich gegessen haben. Logisch ist aber, dass sie sich angepasst an der geographischen Lage sowie an die jeweiligen Klimazonen entsprechend ernährt haben. Eine logische Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis ist, dass es die eine Steinzeiternährung nicht gibt. Vielmehr geht es bei der Paleo Diät darum, sich der evolutionsbedingten Verträglichkeit von Nahrungsmitteln bewusst zu werden und sich die Grundzüge aus der Steinzeit Diät herauszuholen, die für einen selber passen. Denn niemand soll beim Essen und der Diät strengen Dogmen folgen müssen, die persönliche Freiheiten einschränken. Sie kann aber als Herangehensweise oder Ausgangspunkt verstanden werden. Denn die eine gesunde Ernährung für alle kann es nicht geben. Jedoch kann man Ernährungsgewohnheiten individuell anpassen und sie optimieren, um gewünschte Effekte damit zu erzielen. Tatsächlich ist das Konzept der Steinzeit Diät nachweislich wirksam. Denn wer auf Zucker und Fertigprodukte verzichtet und jeden Tag frisch mit regionalem Obst und Gemüse kocht, sowie auf moralisch vertretbare Tierhaltung beim Konsum von Fleisch und Fisch setzt, macht hier ganz bestimmt nichts falsch. In Medien wird oft die angebliche Einseitigkeit dieser Ernährungsform diskutiert. Tatsächlich fallen nur wenige Produkte aus dem Menüplan und die wichtigen, nährstoffreichen bleiben. Nämlich, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Pilze, Nüsse und Salate. Auch wenn sich die heutige, westliche Gesellschaft angewöhnt hat, viel Brot, Nudeln und Süßigkeiten zu verspeisen, bedeutet es nicht gleichzeitig einen Ernährungsmangel, wenn man auf diese vorwiegend kohlenhydrathaltige und zugleich zuckerhaltige Produkte verzichtet. Dafür wird beim Verzicht dieser Lebensmittel der Stoffwechsel optimal angekurbelt und viele Krankheiten vermieden. Die Steinzeit Diät ist für Menschen, die gesund abnehmen möchten, sicherlich die am längsten erprobte Form. Ein lästiges Zählen von Kalorien und der ununterbrochene Gang zur Waage wird mit der Paleo Diät gänzlich überflüssig. Denn durch die Ernährungsumstellung stellt sich recht rasch ein allgemeines Wohlbefinden ein, dass ein natürliches und entspanntes Verhältnis zum eigenen Körper schafft. Vitalität und eine höhere Leistungsfähigkeit sind die Effekte dieser Diät, aber auch der Verlust von unnötigen Kilos, der mit der Zeit scheinbar wie von selbst passiert.

 

Kreative Möglichkeiten für den Speiseplan nach dem Prinzip der Steinzeit-Diät

 

Verzichtet man auf Milchprodukte und Getreide, dann bleibt immer noch eine Vielzahl an Nahrungsmitteln, die für köstliche Gerichte geeignet sind. Zum Frühstück dürfen weiterhin Eier verzehrt werden, wie beispielsweise mit Champignons oder mit köstlichen Schinken. Für ein Müsli braucht es kein Getreide. Man nehme Äpfel, Trauben, Kokosflocken, Kokosmilch, Mandelsplitter und ein Rührei und vermengt es zu einem delikaten Frühstücksgericht. Mittags sind dem Menüplan praktisch keine Grenzen gesetzt. Ob Rinderbraten mit Rosenkohl, Leber mit Apfelkompott und Kürbispürree, gebratene Forelle mit Salat oder Wildschweinbraten mit Brokkoli, sie schmecken allesamt hervorragend und machen satt. Auch abends darf Fleisch und Fisch gegessen werden oder einfach nur Gemüse. Ganz köstlich ist auch die Tomaten-Mozzarella-Suppe mit knackigem Salat.

Fazit zur SCD Diät und zur Paleo/Steinzeit Diät: Beide Ernährungsformen SCD Diät (The Specific Carbohyrate Diet) und Paleo Diät unterscheiden sich nur geringfügig. Beide beinhalten einen hohen Anteil von Tierischem Eiweiß. Nachfolgend habe ich in der Tabelle beispielhaft einige Unterschiede zusammengestellt:

Lebensmittel

Paleo Diät

SCD Diät

Algen B

ja

nein

Erbsen, frisch B

nein

ja

Kartoffel B

ja

nein

Kohlrabi B

ja

nein

Pastinaken B

ja

nein

Süßkartoffel B

ja

nein

Butter S

ja (umstritten)

ja

Camembert S

nein

ja

Erdnüsse S

nein

ja

Hartkäse S

nein

ja

Hüttenkäse S

nein

ja

Joghurt, vollfett S

nein

ja (selbstgemachter)

Linsen S

nein

ja

Schwarzer Tee S

nein

ja

Sojaprodukte S

nein

ja

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitestgehend gleichen sich jedoch beide Ernährungsformen und konnten beide sehr gute Resultate bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa erzielen. Was für mich widersprüchlich und mir widerstrebt ist der hohe Konsum von Tierischen Eiweissen. 

Das PaleoAutoimmun Protokoll (AIP)

Paleo ist für viele mittlerweile kein unbekannter Begriff mehr. Die sogenannte Steinzeit Diät beruht auf einem recht einfachen Prinzip. Wie es der Name bereits andeutet, spielt die Ernährung unserer Vorfahren eine zentrale Rolle. Erlaubt sind lediglich natürliche Lebensmittel, die in keiner Weise behandelt oder industriell verarbeitet worden sind. Zu den Tabus zählen daher auch Zucker, Milch und Milchprodukte, Getreide sowie Getreideprodukte. Die Steinzeit Diät setzt auf qualitativ hochwertige Nahrungsmittel. Auf dem Speiseplan finden sich neben Fleisch und Fisch, zahlreiche Obstsorten und viel Gemüse, gesunde Fette, Nüsse sowie Samen wieder. Die Paleo Autoimmun Diät beschäftigt sich mit ähnlichen Grundsätzen, geht jedoch noch einen Schritt weiter, denn sie empfiehlt zusätzlichen Verzicht. Grund dafür sind die Autoimmunerkrankungen. Die Umstellung auf eine Paleo Autoimmun Ernährung, auch Paleo Autoimmun Protokoll (kurz AIP) genannt, soll dabei helfen, Symptome zu mindern und diese gar zu vermeiden. Autoimmunkrankheiten und wie sie entstehen? Sehr vereinfacht ausgedrückt, geschieht bei einer Autoimmunerkrankung folgendes Szenario. Unser Immunsystem, das normalerweise Infektionen sowie Bedrohungen durch Bakterien, Viren etc. abwehrt, kehrt sich in Teilen um und bekämpft von nun an körpereigenes Gewebe. Die Folge sind Entzündungen in chronischer Form. Zu den bekannten Autoimmunerkrankungen zählen Multiple Sklerose, Typ-1-Diabetes, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Arthritis oder Hashimoto.

Die Gründe einer Erkrankung können vielschichtig sein. Genetische Ursachen spielen eine ebenso große Rolle wie die uns umgebenden Faktoren. Stress oder mangelnde Bewegung können gleichfalls wie eine falsche Ernährung zu Auslösern werden. Genau an dieser Stelle setzt nun die Paleo Autoimmun Diät an. Als erweiterte Variante der Steinzeit Diät soll sie Dich dabei unterstützen, zu einem normalen Leben ohne Beschwerden zu finden. Ziel ist es, das Dein Körper sich regeneriert und Du Dich samt der Paleo Autoimmun Ernährung wieder wohlfühlen kannst.

 

Autoimmun Protokoll – Steinzeit Diät für Fortgeschrittene?

 

Die Paleo Autoimmun Ernährung  wird auch als Autoimmun Protokoll, kurz AIP, bezeichnet. Oberstes Ziel ist es, zu erkennen, welche Nahrung Du Deinem Körper zumuten kannst, weil er sie gut verträgt und auf welche Du zukünftig besser verzichtest. Du gibst Deinem Körper also nur noch die Dinge, die er tatsächlich braucht und mit denen er zurechtkommt. Die Paleo Autoimmun Ernährung eignet sich dennoch nicht nur für Menschen mit diagnostizierten typischen Krankheiten. Vielmehr ist sie auch in den Fällen empfehlenswert, in denen eventuell vorliegende Unverträglichkeiten tatsächlich bestimmt werden sollen. Vielleicht leidest Du auch an Allergien und möchtest etwas dagegen tun.

Für viele erscheint AIP auf den ersten Blick wie der pure Verzicht. Wieder andere sehen darin eine gute Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten und etwas für ihren Körper zu tun. Wer bereits Erfahrungen mit der Steinzeit Diät sammeln konnte, wird sich sicherlich leichter auf die Paleo Autoimmun Diät einstellen können. Geduld und Durchhaltevermögen lohnen sich jedoch in jeder Situation.

Häufig genannte Gründe, sich für die Steinzeit Diät zu entscheiden:

  • Bewusste Entscheidung für eine Umstellung der Ernährung
  •  Gesunde Lebensweise
  •  Möglichkeit, nachhaltig abnehmen zu können
  • Rückkehr zu ursprünglicher Nahrung
  • Qualität anstatt Quantität
  • Wunsch nach Energie und Vitalität.

Gründe, die für die Durchführung einer Paleo Autoimmun Diät sprechen können:

  • Vorhandensein einer typischen Autoimmunerkrankung
  • Körperliche Beschwerden aufgrund von Unverträglichkeiten oder Allergien
  • Wunsch nach Gesundheit sowie Regeneration.

 

Durchgeführt wird die Paleo Autoimmun Diät in zwei Schritten, wobei die nacheinander folgenden Zeiträume sich individuell unterscheiden können und abhängig von Dir selbst sind. Bei der genannten Dauer handelt es sich also nur um einen Richtwert, den Du je nach Gefühl und Erfahrung verändern darfst. Festgeschriebene starre Regeln gibt es folglich nicht, lediglich Empfehlungen, die auf bewährten Meinungen beruhen.

Die Eliminationsphase in der Paleo Autoimmun Ernährung

Alles beginnt mit der Phase, in der Du auf sämtliche empfohlene Nahrungsmittel konsequent verzichtest. Jetzt heißt es, Enthaltung zu üben. Das fällt zumeist nicht leicht, ist jedoch absolut wichtig, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen. Schließlich möchtest Du herausfinden, was Dir und Deinem Körper gut tut. Beschreiben lässt sich die Paleo Autoimmun Diät wie eine Art Reinigung, denn Du entfernst mögliche Schadstoffe, die sogenannten Antinährstoffe, sowie zusätzliche Allergene aus Deinem täglichen Speiseplan.

Im Ergebnis dieser Paleo Autoimmun Diät sollen die stattfindenden Entzündungen im Darm reduziert werden. In der Folge beruhigt sich unser Immunsystem und damit auch weitere Entzündungsherde im Körper. Der Schwerpunkt liegt auf dem Aspekt, die geschädigte Darmflora positiv zu beeinflussen und eine verbesserte Darmgesundheit wieder herzustellen. Autoimmunerkrankungen gelten grundsätzlich als nicht heilbar. Die erweiterte Steinzeit Diät in Form einer Paleo Autoimmun Ernährung kann jedoch dazu beitragen, neuerliche Entzündungen zu verhindern. Die Erfahrungen anderer zeigen, dass eine Darmflora im Gleichgewicht Symptome einer Autoimmunerkrankung mindern kann. Die konsequente Durchführung führt häufig sogar bis zur Remission.

Für diese erste Phase der Paleo Autoimmun Ernährung solltest Du eine Dauer von etwa vier bis acht Wochen einplanen. Die Liste gewährt Dir einen Überblick über die infrage kommenden Nahrungsmittel, die in dieser Zeit erlaubt sind. Vieles kommt Dir dabei sicherlich bereits aus der Steinzeit Diät bekannt vor. Wer darunter Produkte findet, von denen er weiß, dass er darauf allergisch oder mit einer Unverträglichkeit reagiert, sollte jene bereits zu Beginn seiner Paleo Autoimmun Diät streichen.

Nahrung, die während der Autoimmun Steinzeit Diät erlaubt ist:

  • Gemüse wie Blattgemüse, Zwiebeln sowie Knoblauch. Ausnahmen bilden in der -Paleo Autoimmun Ernährung jedoch die Nachtschattengewächse (siehe unten).
  • In geringeren Mengen stärkehaltige Gemüse, etwa Yucca oder Kochbananen
  • Obst kommt während der Paleo Autoimmun Diät aufgrund des Fruchtzuckergehaltes nur in Maßen zum Einsatz.
  • Fleisch sowie Fisch nur in hochwertiger Qualität. Bevorzuge bei Deiner erweiterten Steinzeit Diät Fleisch von Weidetieren und Geflügel.
  • Fette wie Speck oder Schweineschmalz, Olivenöl, Kokosöl, Ghee und auch Avocado Öl
  • ausgewählte fermentierte, also vergorene, Nahrung, beispielsweise Kombucha, rohes Sauerkraut oder Wasserkefir
  • Produkte aus der Kokosnuss: Milch, Mus, Raspeln, Kefir oder Butter
  • selbst hergestellte Fleischbrühe / Kraftbrühe
  • frische Blattkräuter wie Petersilie, Oregano, Basilikum, Minze oder Rosmarin
  • Ingwer, Zimt
  • Kräutertee aus samenfreien Sorten und grüner Tee
  • Essigsorten, etwa Rotweinessig oder Kokosnussessig
  • nur selten sollten sich Süßstoffe wie Ahornsirup oder Honig in Deiner Paleo Autoimmun Ernährung wiederfinden

Darauf solltest Du bei einer Paleo Autoimmun Ernährung  bewusst verzichten:

  • Sämtliche industriell hergestellte und verarbeitete Produkte gehören nicht zu einer Autoimmun Steinzeit Diät
  • jegliche Molkereiprodukte
  •  Weizenprodukte
  • Reis, Hirse, Amaranth, Quinoa, Mais, Dinkel
  • Nüsse sowie Samen, beispielsweise Chia-Samen, Sesam, Walnuss oder Koriander
  • Eier
  • Nachtschattengewächse wie Tomaten, Chili, Auberginen, außerdem Paprika und Kartoffeln
  • alle Sorten Bohnen, Pilze
  • Zucker in jeglicher Form, auch Süßstoffe wie Stevia, Trockenobst und zu viel Obstgenuss sind der Paleo Autoimmun Ernährung nicht zuträglich
  • Kaffee, Schokolade sowie Alkohol und Tabak Konsum
  • raffiniertes Speisesalz, Gewürzsamen, etwa Kreuzkümmel, Pfeffer, Senf, Fenchel oder Muskat
  • Pflanzliche Öle, Olivenöl bildet eine Ausnahme

Auch nach einer Paleo Autoimmun Diät ist es ratsam, dauerhaft auf Gluten, Milchprodukte, Pflanzenöle sowie raffiniertes Speisesalz zu verzichten.

 

Die Wiedereinführungsphase oder auch Zeit der Provokation

 

Sobald ein gewisser Zeitraum der Phase eins geschafft ist, sollte sich eine Verbesserung einstellen. Du solltest Dich während der Paleo Autoimmun Ernährung in Deinem Körper wohl fühlen und vor allem Veränderungen bemerken. Nun ist der Punkt gekommen, an dem Du die Produkte, die Du während der Autoimmun Steinzeit Diät gestrichen hast, nach und nach Deinem Körper wieder zuführst. Das Ganze geschieht natürlich mit sehr viel Bedachtheit und zudem in langsamen Schritten. Es empfiehlt sich, in dieser Phase eine Art Tagebuch zu führen. Auf diese Weise kannst Du besser bestimmte Reaktionen und die damit verbundenen Nahrungsmittel erkennen. Rückschlüsse sind einfacher nachvollziehbar.

Als Faustregel in diesem zweiten Schritt der Paleo Autoimmun Diät gilt, stets nur ein gestrichenes Produkt wieder zu sich zu nehmen und danach etwa drei Tage lang abzuwarten. Auch hier existieren leicht abgewandelte Meinungen, insbesondere was die Menge der Nahrung betrifft. Ratsam ist es, eine ansonsten für Dich übliche Portion des Produktes an einem Tag zu essen. Anschließend konzentrierst Du Dich darauf, wie Dein Körper reagiert. Stellst Du bekannte Symptome Deiner Erkrankung fest, solltest Du Deine Paleo Autoimmun Ernährung ohne dieses Lebensmittel weiterführen. Im Laufe dieser Phase der Autoimmun Steinzeit Diät wirst Du jedoch bemerken, dass sich durchaus einige Produkte als verträglich erweisen. Diese kannst Du auf Deinem neuen Speiseplan beibehalten, andere wiederum solltest Du zukünftig konsequent streichen. In einigen Fällen kann es ebenso vorkommen, dass Du ein Produkt tatsächlich verträgst, aber die Menge entscheidend ist. Bevor Du also etwas komplett entfernst, probiere eine kleine Portion.

Für die Wiedereinführungsphase der Paleo Autoimmun Diät wirst Du auch Hinweise finden, in welcher Reihenfolge Du die verschiedenen Nahrungsmittel austesten solltest. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass manche Produkte von Haus aus besser verträglich und damit meist weniger problematisch für Deinen Körper sind. Du kannst Dich im Rahmen Deiner Paleo Autoimmun Ernährung an den folgenden Empfehlungen orientieren.

Beginne im zweiten Teil der Paleo Autoimmun Diät mit der Wiederzuführung von Eigelb, Histamin haltigen Produkten, Ghee sowie Gewürzen aus Samen. Danach probierst Du Nüsse, gelegentlich Kaffee und Samen. Ab und zu darf es auch ein Gläschen Alkohol sein. Die Erfahrung mit der Paleo Autoimmun Ernährung zeigt, dass es bei der Aufnahme von zu viel Kaffee, Schokolade, Sahne und Joghurt oft zu Problemen kommen kann. Sehr häufig trifft dies sogar auf Tomaten und Kartoffeln, Chili sowie Eiweiß zu.

 

Fazit zur Autoimmun Steinzeit Diät

 

Die Paleo Autoimmun Diät als erweiterte Variante der bekannten Steinzeit Diät bietet Dir eine gute Möglichkeit, körperliche Beschwerden und Symptome einer Autoimmunerkrankung zu mindern. Im Idealfall kann die Paleo Autoimmun Ernährung sogar eine Remission bewirken. Durch die Umstellung der Nahrung kannst Du vieles erreichen. Die Paleo Autoimmun Diät macht einen großen Teil der Veränderung aus, ist jedoch kein alleiniger Aspekt. Ratsam ist es, mit anderen im Gespräch zu bleiben, auch um von deren Erfahrungen und Wissen zu profitieren. In einigen Fällen der erweiterten Steinzeit Diät ist es notwendig, weiteren Ursachen mithilfe eines Arztes oder eines Heilpraktikers auf den Grund zu gehen.

Bei Autoimmun Krankheiten wie  Multiple Sklerose, Typ-1-Diabetes, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Arthritis, Hashimoto und viele weitere ist das Paleo Autoimmun Protokoll (AIP) eine vielversprechende Therapie, die schon von vielen tausenden erfolgreich angewendet wurde.

Die Paleo Autoimmun Diät dient mir bei der Semi-Vegetarischen Ernährung als Basis, wobei ich nach 8 Wochen Stück für Stück einige “Anpassungen“ vorgenehmen konnte. So sind beispielsweise Reis, Kartoffeln und Butter inzwischen Bestandteil meiner Ernährung geworden.

Meine Regeln der Semi-Vegetarischen Ernährung für Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa

Wichtig: Wenn Du bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgst oder gar Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel hast, sollten diese natürlich grundsätzlich gemieden werden. Hör auf Deine Körpersignale.

Keine oder nur hochwertig und schonend verarbeitete Lebensmittel aus dem Handel. Es ist immer besser die Mahlzeiten selbst zusammen zu stellen bzw. zu zubereiten. Immer möglichst frische Zutaten verwenden. Alles mindestens in Bio Qualität und beim Fleisch möglichst von Weidetieren aber zumindest in Bio Qualität. Bei Kaltwasserfischen wie z.B. Lachs immer Wildfang bevorzugen.

  • Täglich maximal 3 Mahlzeiten. Möglichst dazwischen keine Zwischen-mahlzeiten, sondern Wasser (ohne Kohlensäure) trinken. Zwischen den Mahlzeiten wegen Insulinspiegel mindestens 5 Stunden verstreichen lassen. Der Insulinspiegel sollte die Gelegenheit haben sich zu senken bzw. normalisieren. Wenn man den Insulinspiegel immer wieder heraufpuscht und auf hohem Niveau hält, dann droht eine Insulinresistenz was dann auch noch zu Diabetes führt.
  • Zu den Mahlzeiten höchstens einen kleinen Schluck Flüssigkeit, da sonst die Verdauungssäfte und Magensäure zu stark verdünnt werden und die dadurch die Nahrung unzureichend verdaut werden könnte. Dies führt dann im weiteren Verdauungstrakt zu Problemen. Besser bis 30 Minuten vor der Mahlzeit und erst ca. 2 Stunden nach Beendigung der Mahlzeit wieder Flüssigkeit aufnehmen. Ein gutes Maß ist zwischen Frühstück und Mittagessen und zwischen Mittagessen und Abendessen jeweils ca. 1 Liter Flüssigkeit trinken.
  • Einmal in der Woche (evtl. am Wochenende) eine Rinderbrühe aus Knochen frisch zubereiten. Diese Rinderbrühe kann man problemlos mit in die Arbeit nehmen und erwärmen oder bereits zuhause aufgewärmt in ein Thermogefäß abfüllen. Ordentlich mit Gemüse gespickt sehr lecker und wohltuend.
  • Maximal einmal wöchentlich bis ca. 100 Gramm Fleisch. Öfters sollte es nicht sein. Es ist hier auf gute Qualität zu achten. Am besten Fleisch von Tieren aus Weidehaltung, die artgerecht gehalten werden. Sie fressen vorwiegend Gras und Heu anstatt mit Soja oder Getreide gemästet zu werden. Zu bevorzugen sind Lammfleisch, Wild, Bison und Rind. Geflügel und Schweinefleisch eher selten.
  • Einmal alle 2 Wochen Innereien wie z.B. Lunge, Herz, Niere oder Leber vom Kalb. Alles mindestens Bio Qualität. Besser von Weidetieren. (Ich esse alle 2 Wochen Kalbsleber. Leider habe ich mich selbst noch nicht an Lunge, Herz oder Niere herangetastet, doch wer kein Problem damit hat sollte immer wieder durchwechseln.
  • Einmal pro Woche bis ca. 100 Gramm Fisch. Fisch, insbesondere sehr fettreicher Meeresfisch enthält am meisten Omega 3 Fettsäuren. Alternativ dazu nehme ich täglich 2 Kapseln Krillöl als Nahrungsergänzung zu mir, um wichtige Omega 3 Fettsäuren in ausreichender Menge dem Körper zur Verfügung zu stellen. Ich schaffe es nicht jede Woche eine Portion fettreichen Fisch zu mir zu nehmen, da ich auf gute Qualität aus Wildfang achte. Weiter bin ich wegen den Umweltgiften, insbesondere Schwermetallbelastung der Meeresfische etwas zurückhaltend mit den Fischkonsum.
  • Jede Mahlzeit sollte, in Kalorien gemessen, mindestens zur Hälfte aus Obst oder Gemüse bestehen.
  • Gelegentlich können frisch selbst zubereitete Fruchtsäfte getrunken werden. Hauptsächlich stilles, gesundes Wasser oder basische Tees.

Falls vertragen wird und erst ca. 8 Wochen nach Beginn der Paleo Autoimmun Diät folgendes nach und nach wieder einführen:

  • Nur ca. zwei pro Woche Milch (1 Glas á 200 ml) Ich selbst lasse da die Finger davon, da ich Milch überhaupt nicht vertrage.
  • Eier in Maßen (maximal ca. 2 Eier pro Woche). Ich mache mir meist Sonntags zum Frühstück Eier mit Speck (Bacon). Oder im Paleo Stil Pfannkuchen bestehend auch einer zerdrückten, reifen Banane und einem Ei. In Kokosöl gebraten und mit etwas Ahornsirup ein leckerer Start in die Woche. Man kann auch noch 1-2 Teelöffel Mandelmus zum Verfeinern in den Teig rühren.
  • Gluten freie und un-raffinierte Getreidesorten, wie brauner Reis, Hirse, Quinoa, Amaranth.
  • Kartoffeln und Süßkartoffeln.
  • Probiotische Lebensmittel, wie selbstgemachter Joghurt und selbst eingelegter Sauerkraut. Alternativ können auch probiotische Nahrungsergänzungsmittel diese Nahrung ersetzen. Ich vertrage z.B. keinen Joghurt.
  • Eiweiß in Form von Hülsenfrüchten (Linsen, Bohnen, Erbsen).
  • Mein persönlicher Tipp: Zum Frühstück mach ich mir jeden Morgen etwa einen halben bis dreiviertel Liter grünen Smoothie. Hier wechsle ich das Grüne Gemüse durch, damit mein Körper eine breite Palette an Nährstoffen erhält. Smoothies sind lecker und gesund. Bei Bedarf habe ich hier einen Blog zum Thema Smoothies unter http://gruene-smoothies-trinken.blogspot.com Kann ich nur jedem empfehlen sich grüne Smoothies in seinen Speiseplan zu integrieren. Egal ob als Frühstück oder Mittagessen – es schmeckt frisch und lebendig und tut gut. So schmeckt mir meine Grünzeug am besten.

Weitere Informationen zu Smoothies kannst Du auch unter http://gruene-smoothies-trinken.blogspot.com nachlesen.

Unbedingt zu vermeiden sind folgende Nahrungs- und Genuss-mittel:

  • Kein Tabak Konsum
  • Möglichst Kein oder nur sehr wenig Alkohol (höchstens ein bis zwei Gläser Wein oder Bier pro Woche) Ich selbst meide Alkohol weites Gehens. Selten trinke ich im Sommer mal einen Radler was in zweifacher Hinsicht nicht gut ist, doch solche kleine Abweichungen kein Beinbruch und kann durchaus toleriert werden.
  • Keine Süßigkeiten, Zucker etc.
  • Keine verarbeitete Lebensmittel
  • Kein Soja oder Soja Produkte (außer
  • Kein Brot und keine Getreideprodukte
  • keinen Käse oder andere Milchprodukte außer Butter von Weidetieren
  • keine Margarine und Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl,
  • kein Fastfood jeglicher Art
  • keine Limonaden, Cola und gekaufte Fruchtsäfte etc.
  • Keine Wurstwaren
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