Über mich

Hallo !

Mein Name ist Andreas, bin 47 Jahre alt. Ich stamme aus USA und lebe seit 1989 in Deutschland. Bei mir wurde bereits mit 16 Jahren Morbus Crohn diagnosiziert. Seit dem bin ich durch viele Täler geschritten und musste dabei auf viele wertvolle Jahre meines  Lebens verzichten, da mir diese Erkankung sehr zusetzte und mich geiselte.

Inzwischen könnte ich ein Buch über mein Leid schreiben, doch es wird dir auch nicht viel weiter helfen. Daher habe ich mich entschieden nach vorne zu sehen und im Nachfolgenden dir den Weg auf zu zeigen, den ich beschritten habe, um nun endlich wieder Herr über mein Leben zu werden. Inzwischen geht es mir besser als jemals zuvor. Ich kann mich wieder dem Leben widmen und es in vollen Zügen genießen. Es gab Zeiten, da war ich kurz davor auf zu geben, doch der lange und mühsame Kampf hat sich gelohnt. Ich bin mir sicher dass auch du aus meinen Erfahrungen profitieren kannst und nicht ebenfalls so viele Jahre deines wertvollen Lebend vergeuden musst. Lies dich am besten in aller Ruhe durch meine Website und nehme mit was dir weiter helfen kann.

Wenn du dich dafür entschieden hast selbst aktiv zu werden und die Verantwortung für deine Gesundheit zu übernehmen, dann musst du es nur noch angehen und ambesten sofort damit beginnen. Es auf zu schieben bringt nichts. Du hast sicherlich dabei nicht viel zu verlieren aber dafür um so mehr zu gewinnen ! Ich wünschte ich hätte schon viele Jahre zuvor diese Informationen und eine solche Möglichkeit gehabt. Dann hätte ich mir vieles ersparen können. Ergreife diese Chanceam besten jetzt !

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg Dein Leben in die richtige Bahn zu lenken !  

                         

Liebe Grüße,

Andreas 

Mein steiniger Weg

Ich selbst bin leider auch den Weg von M (medikamentöser Therapien) bin hin zu O (Operationen) gegangen. Hätte ich schon viel früher mein jetztiges Wissen gehabt, dann wäre mir ganz sicher so einiges erspart gebleiben. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Operationen. In manchen Fällen ist es sogar unerlässlich, um Leben zu retten. Meiner Meinung nach sollte es jedoch die letzte Möglichkeit sein, denn wenn mal etwas operativ entfernt wurde, dann ist es unwiederbringlich weck und man muss zusehen wie man sein Leben an den neuen Gegebenheiten anpasst. Die Konsequenzen einer Operation können gravierend sein und dabei das Leben gewaltig verändern. Manchmal zum Positiven aber gerade bei Darmoperationen leider auch oft zum Negativen. Ich selbst habe gut 25 Jahre den medizinischen Weg beschritten mit all ihren Höhen und Tiefen. Mit der Zeit konnte ich beobachten wie mein Körper immer mehr abbaute und geschädigt wurde ohne Aussicht dass sich das jemals wieder umkehren würde. Als Nebenwirkung vom Kortison mussten meine beiden Augen operiert werden (grauer Starr) und meine Knochendichte war total im Keller (Osteoperose). Bei den Operationen hatte ich zweifach fast mein Leben lassen müssen und hatte am Ende nur noch etwa die Hälfte vom Dünn- sowie von Dickdarm übrig. Die Nebenwirkungen und Nachwirkungen der Operationen waren für mich dramatisch. Nach Rückverlegung des künstlichen Darmausgangs hatte ich lange Zeit große Probleme mit häufigen Stuhlgängen und wieder auftretende Entzündungen im Enddarm. Es hatte sich für mich die Lebensqualität eher verschlechtert als verbessert. Dabei war vorgesehen nur ca. 15 cm vom Dickdarm durch Schlüsselloch Chirogie zu entfernen. Leider traten große Komplikationen im Folge dieses "kleinen" Eingriffs auf, die dann mehrere Notoperationen nach sich zogen. Schlussendlich war ich mehrere Monate im Karankenhaus, hatte unzählige Operationen und bin nur knapp den Tod entsprungen. Nun war es an der Zeit mein Leben neu auszurichten, denn aus medizinischer Sicht war ich sozusagen austherapiert. Meine Ärzte schauten mich meist nur mitleidig an und verschrieben mir Medikamente mit denen ich im Leben einigermaßen zurecht kommen sollte. Für die häufigen Stuhlgänge am Tag und in der Nacht wurde mir Opium Tropfen verschrieben, damit ich wenigstens nachsts nicht 3-4 Mal aufstehen musste und tagsüber nicht nur noch auf der Toilette saß. So musste ich weiterhin Kortison gegen die wiederkehrenden Entzündungen und weitere Medikamente für Nebenwirkungen der Operationen einnehmen. Durch die ca. 30-40 Stuhlgänge am Tag hatte ich eine sehr, sehr schmerzhafte Analfissur zu ertragen. So konnte und wollte ich nicht weiter machen. Also ging ich einen anderen Weg und wandte der Medizin den Rücken zu.

Meine Therapien

Über die Jahre habe ich folgendes schon mit mehr oder weniger Erfolg ausprobiert. Diese Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und reißt meinen therapeutischen Werdegang nur grob an.

 

Medizinisch:

  • Kortison (fast durchgehend über die vielen Jahre mit mal höhere mal niedrigere Dosierung)
  • Salofalk in verschiedensten Formen (Tabletten, Granulat, Zäpfchen)
  • Azothioprin(zusätzlich zum Kortison)
  • Operation wegen Grauen Starr (2 künstliche Linsen wegen Eintrübung der Linsen als Nebenwirkung vom Kortison)
  • Anti-TNF Medikamente ( Humira, Infliximab)
  • Osteoperose Behandling wegen geringer Knochendichte durch jahrelange Kortison Einnahme
  • unzählige Krankenhausaufenthalte
  • mehrere Rehabilitationsmaßnahmen (Kuren) und eine berufliche Umschulung
  • diverse Operationen hin bis zum künstlichen Darmausgang (inzwischen habe ich nur 180 cm vom Dünndarm und 50 cm vom Dickdarm übrig)
  • Kurzdarmsyndrom nach Rückverlegung des künstlichen Darmausgangs
  • Schwerbehindertenstatus mit 60% Schwerbehindertengrad
  • Nachsts 3-4 mal Stuhlgänge; tagsüber ca. 30-40 Stuhlgänge

Alternative Therapien:

  • diverse Heilpraktiker
  • aktive Fiebertherapie beim Immunologen und begleitende Thymus Therapie etc.
  • Peitschenbandwurm Therapie
  • Ernährung nach Jordan Rubin mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln
  • Austestung auf Lebensmittelunverträglichkeiten mit entsprechenden Ernährungsplan
  • Stoffwechseldiät in Begleitung einer Ernährungsberaterin/Heilpraktikerin
  • SCD-Diät
  • Paleo (Steinzeit) Diät
  • Rohköstliche Ernährung
  • Vegane Ernährung
  • Flexi-Vegane Ernährung

Mein Fazit

Über die Jahre habe ich grob überschlagen mindestens Euro 15.000,-- (eher mehr) für die diversen Heilpraktiker, Immunologen, Therapien und Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben. Ich ging jede Therapie oder Diät mit großer Hingabe und voller zuversicht an. (Man sagt ja dass die Hoffnung zuletzt sterbe) Außerdem gab ich jeder Therapie so wie Diät genügend Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Es bringt nichst alles Mögliche hier und da nur für kurze Zeit aus zu probieren und sich dann zu wundern warum sich nichts bessert. Wie schon erwähnt halfen einige der Alternativen Therapien mehr und andere wiederum weniger gut. Die Schulmedizinische Therapiemaßnahmen brachten mir nur sehr wenig bis gar nichts. Es verschlimmerte sich alles nur zusehenst bis hin zu den diversen Operatioenen. Leider war die Schulmedizin bei mir am Ende mit ihrem Latein. Den allergrößten Erfolg hatte ich mit einer Ernährungsumstellung. Hierbei erwies sich eine überwiegend pflanzliche Ernährung als die erfolgreichste maßnahme, um meine Gesundheit Stück für Stück zurück zu gewinnen. Natürlich habe ich parallel dazu auch andere Maßnahmen ergriffen, die in Summe meinen Körper immer stärker und gesünder werden ließen. Mein Gastroenterologe staunte bei meiner Entwicklung nicht schlecht und fragte mich wie ich diese enorme Besserung bewerkstättigt habe. Mit Stolz verkündigte ich welche Veränderungen ich vorgenommen hatte, um diese Kehrtwende herbei zu führen. Ich konnte jedoch in seinen Augen lesen, dass er es nicht wirklich hören wollte und ging enttäuscht aus seiner Sprechstunde wieder nach Hause. Er hatte mich wegen meiner neuen Lebenssituation als regelmäßigen Patienten verloren, da einfach kein Bedarf mehr bestand (und weiterhin besteht) regelmäßig zur Sprechstunde und zu den Untersuchungen zu gehen. Vielleicht war das der Grund warum die Interesse an meiner neu erlangten Gesundheit so gering ausgefallen war. Ich brauchte ihn einfach nicht mehr und das war zumindest in meinen Augen gut so !

Die Ernährung machte den Unterschied

Zunächst hört sich dies für jemanden, der von Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa betroffen ist, nicht vielversprechend an, einer überwiegend pflanzliche Ernährung nach zu gehen. Zumal man gerade in Zeiten von Schüben eher Ballaststoffarme Ernährung empfohlen bekommt. Oft wird sogar bei schwerden Schüben "Astronautenkost" verordnet. Früher musste ich mir öfter Astronautenkost auf eigene Rechnung besorgen, da die Ärzte sowie Krankenkasse ungern das Budget damit zu sehr belasten wollten. Nur im Krankenhäusern und auf Kuren bekam ich diese Kost ohne Kosten für mich. Mein niedrigstes Gewicht lag bei einer Körpergröße von 180 cm gerade mal bei 48 kg !!! Durch die ständigen Entzündungen, die mal mehr mal weniger stark ausgeprägt waren hatte ich große Schwierigkeiten an Gewicht zuzulegen. Später nach den Operationen und mit den Kurzdarm Sydrom wurde es noch schwieriger zuzunehmen. Nach den Operationen und nach der Rückverlegung des künstlichen Darms hatte ich leider wiederholt Entzündungen im Enddarm und viele Stuhlgänge, die mich Tag und Nacht sehr erschöpften. So konnte es einfach nicht weiter gehen. Ich besann mich wieder auf Dinge, die mir zuvor schon gut getan haben und stellte zunächst meine Ernährung um.

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